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Der Podcast zu sozialen Themen der Caritas in NRW

Transkript

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00:00:04: Caritoks, der Podcast zur sozialen Themen der Caritas im Nordrhein-Westfalen.

00:00:12: Kindern

00:00:13: geht es nur gut wenn's auf den Internet geht!

00:00:16: So die kurze Formel der Hilfen des Sozialunternehmens Wellcome.

00:00:22: Die Caritas Oberhausen ist einer von über zweihundert Welcome Standorten im deutschsprachigen Raum.

00:00:28: Welcome bietet praktische Hilfen für Familien an nach der Geburt, eine Online-Plattform für pädagogische Beratung über Nachtungsmöglichkeiten für Elternteile die nach einer Trennung in räumlicher Distanz zu ihren Kindern leben und den Einzelfällen auch finanzielle Hilfen for Familien in Not.

00:00:47: Das Angebot von dem wir heute berichten heißt praktische Hilfe nach der Geburten.

00:00:52: Genau das ist es auch.

00:00:54: Ehrenamtliche, begleiten und unterstützen Familien im ersten Jahr nach der Geburt eines Babys sowie sonst Omaopa, Freunde, Nachbarn oder andere Verwandtätten.

00:01:06: Aber die leben oft nicht in der Nähe – so sind es eben andere Menschen, die diese Aufgabe übernehmen!

00:01:13: Eine, die das tut, ist Gabriele Hürmich Kasper.

00:01:17: Herzlich willkommen!

00:01:19: Guten Tag

00:01:20: Und ich rede mit Felix.

00:01:23: Er ist der Papa von Tilda, die kürzlich erst ein Jahr alt geworden ist und Sie werden über das Welcome-Projekt begleitet.

00:01:33: Hallo!

00:01:33: Ja hallo

00:01:35: Frau Hömig Kasper.

00:01:36: auf der Website von welcome heißen die Ehrendamtlichen Die Familien ein Jahr etwa nach der Geburt begleiten und unterstützen.

00:01:44: Welcome Angel Sie sind eine davon?

00:01:47: Fühlen sie sich als Engel.

00:01:49: Wir haben schon den Vorhaben bekommen, Gabriel.

00:01:54: Teilweise fühle ich mich auch ein bisschen wie ein Engel.

00:01:56: Weil ich vieles Soziales mache und das mit den Kindern.

00:02:03: Ich finde es einfach super, wenn man von seiner Zeit anderen schenken kann und was für sie tun kann.

00:02:11: Wunderbar!

00:02:12: Liebe Hörerinnen Was Sie hier im Hintergrund hören, ist natürlich die kleine Tilderweil.

00:02:17: Die ist heute mitgekommen.

00:02:18: Vielleicht fangen wir damit an, dass sie mal so ein bisschen erzählen wie ihre Hilfe für die Familie aussieht?

00:02:25: Sie treffen sich eins, zwei Mal in der Woche und dann passiert was!

00:02:30: Das ist immer ganz unterschiedlich.

00:02:31: Da kommt es auf die Wünsche der Eltern an, bei Tilda ist es eben so dass wir dann viel spazieren gehen, viel draußen sind einer frischen Luft damit die kleine auch einfach mal rauskommt.

00:02:43: jetzt wo der Sommer kommt werde ich mit ihr viel zu Spielplätzen gehen oder sowie gestern war Ausnahmsweise mal bei uns zu Hause, weil wir mehr Schweinchen bekommen haben und Hilda dann auch mal ein Tier kennengelernt hat.

00:02:56: Wir haben Kindergerechten gaten mit Baby-Schaukel und allem und die hat sich super wohlgefühlt und auch mit meinen beiden Enkeln gespielt.

00:03:06: Die Kinder haben Tilda auch schon kennengelernt, weil ich sie mal von der Schule abholen musste.

00:03:11: Sind Sie dann neben dem Kinderwagen hergelaufen?

00:03:13: Oder sind dann zusammen Eisessen gegangen so dass sich's also verbinden konnte?

00:03:19: Also es ist ein bisschen so ... Sie sind ein bisschen Leihoma.

00:03:23: Sie genießen die Zeit mit ihren Leihkindern und... Ich nenns jetzt mal so!

00:03:28: Und sie entlasten auf die Art und Weise auch die Familie.

00:03:35: Dadurch, dass das eben in Abstimmung ist und dich jetzt von mir vorgeschrieben wird bei dem und dem Tag.

00:03:41: Klar gibt's mal Tage wo ich nicht kann aber dadurch, dass ich eben Retter bin und viel Zeit mehr einteilen kann persönlich nur wenige Termine haben klappt das ganz gut, dass sich mich den Eltern anpassen kann so dass es dann auch wirklich hoffentlich eine Entlastung für die ist.

00:03:57: Ja tatsächlich so wir nennen sie Laiooma liebevoll Die richtigen Großeltern ... wohnen halt sehr weit weg von der Distanz, also... ... sechshundert Kilometer vom Ruhrgebiet.

00:04:08: Die unterstützen natürlich auch wo sie können aber es ist halt nicht so auf einer wöchentlichen Basis möglich und insofern ist Gabriele da eine große Unterstützung weil sie uns einfach jetzt in der Zeit Freiraum mal verschafft für ein zwei Stunden

00:04:29: Genau!

00:04:29: Freiraumen das ist ein gutes Stichwort Freiraum, den sie brauchen einfach für sich als Paar oder auch alleine.

00:04:38: Oder auch um Dinge zu erledigen die anstehen?

00:04:43: Ja es tatsächlich so das mit zum Baby- oder Kleinkind dass man tatsächlich sehr wenig schafft im Haushalt zb oder wenn man mal einen Behördengang hat und da ist es einfach wertvoll so ein freier Raum zu bekommen um die Zeit für sowas zu nutzen.

00:05:04: Jetzt muss ich mal einmal kurz auf das Jahresthema der Caritas dieses Jahr kommen, d. h., nämlich Caritas verbindet Generationen zusammen geht was!

00:05:14: Ich würde sagen, dass ist ja ein ideales Beispiel, was sie leben da passiert ja wahrscheinlich auch eine ganze Menge zwischen ihnen.

00:05:23: wie fühlt sich das an?

00:05:24: Wie ist das für Sie?

00:05:26: Die Frau Hömig ist ja jetzt nicht ihre Mutter oder auch nicht die Schwiegermutter, sondern sie könnte ihre Nachbarin sein.

00:05:32: Richtig!

00:05:34: Sie wohnt auch tatsächlich nicht in weiter Entfernung von uns.

00:05:37: Da entsteht natürlich eine Dankbarkeit.

00:05:39: man hat mit der Rentnergeneration sonst wenig Anknüpfungspunkte im Alltag, mein Berufsleben.

00:05:47: Insofern ist das einer der wenigen Kontakte, die ich in die Generation habe und Die Generation jetzt nicht nur ihren Hobbys freuen, sondern auch was zurückgibt.

00:06:01: Etwas zurückgeben?

00:06:03: Ist das ein Motiv für Sie?

00:06:06: Für mich war eigentlich mehr das Motiv die Zeit auszufüllen.

00:06:10: Ich habe selber drei Enkelkinder und ich finde es klasse diese unterschiedlichen Charaktere der Kinder zu sehen.

00:06:17: Und als meine Enkel-Kinder eingeschult wurden in den Kindergarten, hab ich gesagt warum nicht ... zur Verfügung stellen.

00:06:24: Ich hatte dann einen Artikel gefunden über diese Welkan-OMS, hab mich da mal vorgestellt und als ich die Eltern von Tilda kennengelernt habe ... Wir haben uns dann so unterhalten und ich werde nie vergessen wie die Mutti sagte so... Ich wäre so glücklich wenn ich einfach in Ruhe duschen gehen könnte.

00:06:44: Dann hab' ich nur gesagt es ist in Ordnung!

00:06:46: Ich hab Zeit, ich gehe nochmal eine Runde mit der kleinen Spazierin Ab unter die Dusche, ich bin so einer Stunde wieder hier.

00:06:54: Bis dahin bitte entspannen und dann passt das schon!

00:06:58: Ich bin auch nicht jemand der jetzt unbedingt nach der Stoppuhr arbeitet.

00:07:02: wenn die Eltern den Wunsch haben eine halbe Stunde länger oder mal andere Wünsche haben versuche ich es immer zu realisieren.

00:07:11: Das klingt für mich... Handfester, sehr praktischer, sehr direkter Hilfe.

00:07:16: Das matcht!

00:07:17: Das funktioniert zusammen.

00:07:18: Sie sind vermittelt worden?

00:07:20: Die Vermittlung war so, dass ich eine Mitteilung bekommen habe das in der Nähe einer Familie suchte.

00:07:25: Ich hab da die Kontaktdaten bekommen und habe mich dann mit der Mutter in Verbindung gesetzt Und wir haben einen Termin ausgemacht und das war dann wie gesagt der erste gemeinsame Spaziergang.

00:07:37: Der ging dann um die zwei Stunden gemeinsam und noch mal eine Stunde alleine.

00:07:42: Es ist ja auch eine hohe Vertrauensbasis der Eltern.

00:07:46: Jemanden, den sie gar nicht vorher kannten ein Kleinkind anzuvertrauen.

00:07:52: Denn das darf man ja auch nicht vergessen!

00:07:54: Ich habe lange viel mit Menschen gearbeitet.

00:07:59: Ich war Krankenschwester, ich habe achtzehn Jahre im Krankenhaus gearbeitet und da guckt man sehr tief in die Seelen der Menschen.

00:08:06: Danach hab' ich im Reisebüro gearbeitet – vielleicht bilde ich mir das ein aber... Aufgrund der langen Lebenserfahrung spürt man, ob es mit Menschen passt oder nicht.

00:08:17: Und das war eben bei den Eltern von der Tilda direkt gegeben.

00:08:22: Toll!

00:08:23: Felix was waren denn für Sie konkret die Gründe, dass sie sich an Wellcome gewandt haben?

00:08:29: Wir haben natürlich in den ersten Lebensmonaten unsere Tochter gemerkt Es gibt immer wieder Situation Da kommt man an seine Grenzen.

00:08:38: Ich glaube das geht allen Eltern so.

00:08:40: Und

00:08:41: wir hatten dann eine Situation, dass ich eben auf Auslandsmontage war.

00:08:47: Meine Tochter hatte eine Operation und da gab es im Krankenhaus eine Sozialberatung.

00:08:55: Die hat uns zum Weltkampenprojekt vermittelt.

00:08:58: Man bekommt Telefonnummern und kann Kontakt aufnehmen.

00:09:03: Ich habe mitbekommen sie machen ganz viel Freizeitaktivitäten mit Tilda Sie gehen raus Spielplatz, Ausflüge und so weiter.

00:09:11: Das ist die eine Seite.

00:09:13: also sie geben etwas aber sie bekommen ja wahrscheinlich auch etwas dafür.

00:09:18: Bekommen tut man schon alleine wenn die Kinder lächeln Wenn die über das ganze Gesicht strahlen weil man jetzt gerade was mit ihnen gemacht hat was ihnen Freude macht.

00:09:27: Man bekommt auch sehr viel, wenn man die Entwicklung der Kinder sieht.

00:09:32: Ich genieße das einfach.

00:09:33: Ich finde es toll und für gesagt unterschiedliche Charaktere zu sehen.

00:09:39: Und wenn sie dann so wie gestern auch, als ihr da versuchte, so vorsichtig an dieses Meerschweinchen ranzugehen ... Das sind wunderschöne Situationen.

00:09:48: Erinnern Sie sich mal zurück an die Zeit als junge Eltern?

00:09:53: Ist heute Familie anders als früher?

00:09:57: Ja, in jedem Falle.

00:09:58: Zum Beispiel war früher bei den Eltern so, dass die Väter sich außer Sonntags kaum eingebracht haben.

00:10:06: Darf man ja auch nicht vergessen!

00:10:08: Da war noch die Situation, wenn ein Papa mal eine Kinderwagen schubt und da ist dann ne Frau so ungefähr... Und heute ist es einfach auch üblich das Väter lange zu Hause bleiben.

00:10:19: Es hat sich auch vieles dadurch verbessert Die Erziehung natürlich anders geworden, weil die Kinder in der Regel jetzt beide Parteien kennenlernen.

00:10:30: Sprich Elvater und Mutter.

00:10:32: Und die Väter sind nun mal heute einen ganzen Tacken anders als in den Sechzigern.

00:10:37: Aber so zumindest mein Eindruck ist auch das Familien heutzutage zum Teil aus anderen Gründen Unterdruck stehen.

00:10:46: Social Media spielt eine große Rolle.

00:10:49: Doppelbelastungen ... Bildungsprobleme manchmal gibt bei Menschen, denen die Zugänge nicht möglich sind.

00:10:57: Ich gehe Dienstagsmorgen immer an die Schule und mache dann als Lese umheben.

00:11:02: Und da merkt man eben den Unterschied der Kinder, die zu Hause eine Unterstützung haben können gut lesen.

00:11:09: Während Kinder, die von zu Hause keine Unterstützung haben, die können es dann immer noch nicht.

00:11:14: nahem Dreivierteljahr, weil einfach nicht mit ihnen geübt wird.

00:11:18: Kommen wir nochmal zurück auf das Projekt beziehungsweise auf Welcome!

00:11:22: Diese Begegnung dient ja unter anderem dazu sie zu entlasten.

00:11:26: Spüren Sie das?

00:11:28: Ja natürlich wenn ich den Termin mit Gabrielle gemacht habe für die Woche Dann habe ich schon so eine Perspektive für die Woche und weiß, ich hab da beispielsweise am Donnerstag einen Nachmittag wo ich ein bisschen Freiraum habe.

00:11:44: Wo ich was erledigen kann oder wo ich mal Zeit für mich habe.

00:11:48: Das gibt ihm natürlich schon vor dem Termin ein besseres Gefühl.

00:11:52: ja weil man Sachen erstmal vielleicht für ein paar Tage liegen lassen kann aber dann auch weiß okay Aber am Donnersdag kann ich sie dann erledigend bevor wir jetzt Gabriele hatten.

00:12:03: Da war halt jeden Tag nichts planbar.

00:12:06: Man wusste am Tag es beginnt nicht, was schaff ich heute?

00:12:09: Was schaffe ich nicht?

00:12:10: Also sie erfahren schon eine Art von Entlastung dadurch!

00:12:14: Ich möchte noch mal ein anderes Bild

00:12:17: bemühen

00:12:18: und zwar... Es gibt doch den Satz, es braucht ein ganzes Dorf einen Kind zu erziehen Und meine Frage wäre Wer sind Sie denn in diesem

00:12:28: Dorf?!

00:12:30: Ich wollte jetzt mal sagen, auf der Unterposition die UMI, die dann um Hilfe-Rat gefragt wird.

00:12:39: Vielleicht haben Sie ein besonders schönes Erlebnis, wo Sie sagen, das hat mich angerührt oder vielleicht auch etwas ... Das hat sie nachdenklich gemacht?

00:12:46: Eine Begegnung mit der Familie, mit Tilda, dass Sie sagen es war besonders schön!

00:12:53: Ich fand hier besonders schön.

00:12:54: Letzte Mal, als ich mit Tilda unterwegs war ... dass sie mittlerweile so Vertrauen zu mir hat und klar, wenn der Papa in der Nähe ist wie bei allen Kindern erst mal einen kleinen Drennungsschmerz aber dann ist es total schön, weil wir um eine Ecke sind und sie mich dann anlacht, da denken wir so, das müssten die Eltern jetzt eigentlich mal sehen?

00:13:15: Dass sie wirklich voller Vertrauen ist selber gestresst ist.

00:13:22: Ich mache dann auch zwischendurch Fotos und schick ihnen das, damit sie einfach sehen weil das bringt die Medienzeit heute zum Glück mit dass sich die Kleine wohlfühlt in meiner Gegenwart Und auch eben zum Beispiel meine Enkeltöchter die Kleene dann auch lieben und mit ihr dann auch ein bisschen spielen usw.

00:13:41: Das ist einfach wunderschön.

00:13:43: Kommen wir mal zu so einer Art Werbeblock.

00:13:45: was würden Sie denn jemand empfehlen?

00:13:49: der vielleicht in einer ähnlichen Situation ist wie sie.

00:13:51: Sie haben Zeit, sie sind fit, sie könnten sich einbringen gesellschaftlich, ehrenamtlich, bürgerschaftlich...

00:14:00: Dass man einfach mal drüber nachdenkt ob man nicht doch der Gesellschaft und auch den Familien etwas geben möchte das ist einfach Zeit und dass jemand, der das einfach mal anstatt auf der Couch sitzen zu bleiben drüber nachdenken soll ob er dich doch mal so was machen möchte.

00:14:20: Das ist doch mein Schlusswort!

00:14:22: Lass mal jetzt mal so stehen ein Ehrenamt.

00:14:25: liebe Hörerinnen und Hörern.

00:14:26: wenn sie Interesse an einem Ehrenamten haben dann schauen Sie doch mal auf der Seite von Welcome www.welcome-online.de.

00:14:37: Außerdem bietet natürlich auch die Caritas Ehrenämter an, sie finden ein passendes Ehrenamt zum Beispiel auf der Seite www.caritas-ehrenamtsportal.de.

00:14:52: Mein Name ist Christoph Gretz.

00:14:54: Ich sprach mit Gabriele Hömig Kaspar und dem Vater der kleinen Tilda Felix.

00:15:00: Vielen Dank Ihnen beiden

00:15:02: Sehr gerne.

00:15:03: Sie hoffen Caritoks dem Podcast zu sozialen Themen der Caritas im Mordrhein-Westfalen.