Der Podcast zu sozialen Themen der Caritas in NRW
00:00:04: Karitoks.
00:00:06: Der Podcast zu sozialen Themen der Caritas, den Nordrhein-Westfalen.
00:00:41: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:43: Mein Name ist Nikola von Bonn.
00:00:45: Ich bin heute hier zur Besuch in einem Kindergarten am Lorenzusweg in Essensteele in der Kindervilla.
00:00:55: Und ich habe hier heute einen ganz besonderen Kurs besucht, nämlich ein Benimmkurs.
00:01:01: Den machen die Maltese nicht erst seit gestern aber ich glaube noch nicht ganz so lange mit so kleinen Kindern.
00:01:07: und
00:01:08: ja herzlich willkommen zu Carretaux einer neuen Folge unseres Podcasts.
00:01:12: mir gegenüber sitzt Dorothea Kobie.
00:01:16: Schönen guten Tag!
00:01:17: Freuja Kobi Sie haben diesen Kurs ja heute zusammen mit einer Kollegin geleitet.
00:01:23: Was haben sie denn den Kindern beigebracht?
00:01:27: Also es geht in erster Linie um das freundliche Miteinanderregeln im täglichen Umgang, wie man einen Streit beenden kann – dass Rücksichtüb auf die anderen Menschen, zum Beispiel mal eine Tür auffällt oder sein benutztes Taschentuch in den Abfall einmal wirft.
00:01:47: Also so die Grundlagen des Miteinanders.
00:02:51: Ist das nicht was, was die Kinder sowieso schon im Kita-Alltag oder auch in der Familie lernen?
00:02:58: Also wir beobachten, dass in den Familien immer häufiger es eben nicht gelernt wird.
00:03:04: Und das ist natürlich so, dass wenn wir von außen kommen als Gäste sozusagen und dann auch noch mit den Puppen, dass das für die Kinder nochmal eine ganz andere Motivation ist, als wenn diese Regeln, die natürlich vom Kindergarten immer wieder auch wiederholt und gesagt werden, wenn sie ihn nochmal in Erinnerung
00:03:25: gerufen werden?
00:03:26: Also ganz praktisch, Sie haben gerade von Puppen gesprochen.
00:03:29: Erklären Sie doch nochmal bitte wie das genau funktioniert?
00:03:33: Also sie setzen sich nicht wie die Lehrerin vor die Kinder und erklären ihnen die Regeln sondern... Wie machen Sie das?
00:03:39: Wir haben ein ganz besondere Puppe, die muss man sich relativ groß vorstellen.
00:03:43: Also wir sind etwa sixty Zentimeter groß und die Puppem nehmen eine Rolle ein.
00:03:48: Wir haben einmal den E-Mail der also ganz viel falsch macht und der entweder von den Kindern korrigiert wird oder auch von uns.
00:03:57: Und seine Freundin Lotta, die mit dabei ist beim zweiten Mal und die miteinander dann in den Dialog treten.
00:04:07: Wenn ich durch
00:04:10: eine Tür gehe, gucke ich ob da jemand anders steht und wenn da
00:04:23: jemand steht.
00:04:32: Und wie nehmen die Kinder das auf?
00:04:34: Sind sie aufmerksam?
00:04:36: Ja also wir machen die Beobachtung dass die durch diese Puppen ganz besonders angesprochen werden.
00:04:42: Also Emil und Lotta sind eigentlich die wichtigsten Personen in diesem Kurs, die Kinder vergessen auch manchmal glaube ich dass wir als Puppenspieler in Anführungsstrichen dahinter stehen.
00:04:55: Die nehmen das unheimlich gut auf und die Erzieherinnen berichten uns häufiger, dass wirklich die Kinder das auch anwenden und sich immer wieder gegenseitig erinnern an das was sie im Kurs eben gehört.
00:05:06: Was haben die
00:05:07: Kinder?
00:05:07: ein Tipp
00:05:10: für dich?
00:05:11: Entschuldigung!
00:05:13: Entschuligung, Luther.
00:05:13: Ich wollte dir doch nicht wehtun.
00:05:14: Oh, nee... ich nehme die Entschlüsse und das war keine Absicht.
00:05:18: aber vielleicht können wir denen irgendwie einen Tipp geben,
00:05:22: dass was nicht lieb passiert.
00:05:27: Vielleicht auch an den Kindern.
00:05:30: Man wird ihn aufpassen.
00:05:32: Genau.
00:05:38: Jetzt bin ich zu Gast bei den Maltesern und mir gegenüber sitzt Marion Wiemann.
00:05:44: Hallo?
00:05:45: Ja, hallo!
00:05:46: Guten Tag!
00:05:46: Schön Sie sich die Zeit genommen haben
00:05:48: zu kommen.
00:05:49: Frau Wiemmann ist die Projektleitung für deinen perfekten Auftritt so der Titel für die Benimmkurse, die die Maltesa schon seit.
00:06:02: Ich würde mich freuen Frau Wiemann, wenn Sie mir ein bisschen was dazu erzählen könnten wie es denn eigentlich zu dieser Idee gekommen
00:06:09: ist.
00:06:10: Gut ich habe vor fünfzehn Jahren hatte ich den Kontakt mit dem Maltesern und dann wurde mir die Aufgabe gestellt mir mal zu überlegen wie man die Maltesa in der Öffentlichkeit bekannter machen kann und zwar bekanntern können dass sie sehr viel auch für junge Menschen anbieten.
00:06:27: Es gibt ja die Malteseer Jugend, es gibt die erste Hilfekurse, Schulsanitätsdienst und das alles wird aber gar nicht so sehr wahrgenommen.
00:06:35: Und gut dann kam ich mit dieser Kniegetrainerin ins Gespräch und wir haben zusammen ein Konzept entwickelt.
00:06:41: Wir haben überlegt okay, wir gehen an den Hauptschulen, wir beginnen in Brennpunktschulen Viele Schüler mit Migrationshintergrund aus anderen Kulturkreisen und wir machen jetzt ein Pilotprojekt.
00:06:52: Wir gehen an das zehnte Schuljahr, da sind die Schüler auf
00:06:56: dem Sprung in der
00:06:56: Ausbildung ins Berufsleben.
00:06:59: Und dann haben wir das Konzept entwickelt mit mehreren Modulen, das Vorstellungsgespräch Outfit.
00:07:04: Das begrüßen allgemeine Benimmregeln.
00:07:06: Wir haben das fertiggestellt und sind an die bischöfliche Hauptschule messen gegangen und haben dieses Projekt
00:07:13: gestartet.".
00:07:14: Was muss man denn mitbringen als Ehrenamtlicher oder Ehrenabendliche wenn man bei den Maltesern diese Ausbildung starten will zum – ich sage jetzt mal – benimm-Trainer?
00:07:24: Klingt wild!
00:07:25: Ja, genau.
00:07:25: Also man muss natürlich ein Interesse daran haben.
00:07:27: Man muss Spaß haben in den Anführungsstrichen gut und benehmen.
00:07:31: Es geht um Etikettis, es geht um Umgangsschoolen... Umgangskultur und wie mein Täter sagen,
00:07:35: auch natürlich
00:07:36: hier für den Bedürftigen.
00:07:38: Also das hatte ich ja vorhin schon erzählt wir gehen daneben auch an Schulen in Brennpunkten.
00:07:42: aber man muss einfach eben auch Interesse haben einen jungen Menschen aufgeschlossen sein.
00:07:47: aber eben auch das Thema Tischkultur Vorstellungsgespräch Und eben das was wir früher zuhause gelernt haben von den Eltern Daran muss man Interesse habe sollte man Spaß
00:07:58: haben.
00:07:59: Wie finanziert sich das ganze denn?
00:08:01: Das ist kostenlos und die Trainer machen es ja auch ehrenamtlich.
00:08:05: Wir brauchen aber natürlich Unterstützer, Stiftungen, Sparkassenstiftung, Firmen, die das finanzieren.
00:08:14: Finanzieren heißt wir haben ja Fahrtkosten für die Malteser.
00:08:18: Wir haben das Abschlussessen was ein ganz ganz wichtiger Aspekt ist.
00:08:22: dabei also am Ende eines jenen Kurses gibt es einen Abschussessen in einem guten bürgerlichen Restaurant in Essen ist, das ist das Church.
00:08:28: Das ist mit das teuerste an diesem Kurs aber wir können es nicht weglassen.
00:08:33: Wir wollen uns auch nicht wegglassen weil da schon sehr viel Haften bleibt und es soll ja auch viel Haft bleiben und die Trainer sind ja auch sehr involviert in das Projekt.
00:08:42: sie haben also auf diesen Zertifikaten auch seit neuestem ein QR-Code.
00:08:48: Wenn die Schüler dann nach zwei, drei Wochen oder noch später zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch haben, dann nehmen sie sich das Zertifikatum und gehen auf diesen QR-Proton sehen.
00:08:56: Wie war das
00:08:56: nochmal mit dem Vorstellungsgesprich?
00:08:58: Was muss ich beachten?
00:09:00: Und das können Sie da nachlesen!
00:09:02: Ja, die Zertifikate liegen die Schülerinnen und Schüler sehr gerne in ihrer Bewerbungsunterlagen.
00:09:08: Und was wir natürlich toll finden, wenn es Spender sind wie zum Beispiel Sparkassen die dann sagen naja vielleicht ist auch jemand dabei ein Jugendlicher der vielleicht mal zu uns kommen möchte oder vielleicht eine Ausbildung machen möchte oder mal reinschnuppern möchte.
00:09:20: Sie sind also auch Netzwerke an der Stelle und Türöffner für die jungen Menschen in den Beruf?
00:09:24: Da bemühen wir uns sehr darum.
00:09:26: das war eigentlich auch der Ausgangspunkt.
00:09:28: Überlegung eben im Unternehmen dazu die uns das finanzieren die aber über uns dann eben auch wieder und über die Schulen aninteressierte Jugendliche kommen, die da eben dort ihre Ausbildungen oder mal ein Praktikum
00:09:40: machen.
00:09:40: Soll ich
00:09:43: jetzt einfach mit der Lotta widerspieg?
00:09:45: Wo die mir meinen Baldemonstart und dann noch mit mir festgetränkt hat... Ich glaub' der
00:09:48: Engel ist jetzt recht gut.
00:09:49: Ich hab den ja auch ziemlich geboxt, weil ich ihn
00:10:10: bald so unbedingt haben
00:10:11: wollte.
00:10:22: Wie sind denn
00:10:23: die
00:10:23: ganz Kleinen in den Fokus gekommen?
00:10:27: Wir mussten erst mal auf die Idee kommen, wie machen wir das eigentlich.
00:10:30: Die hören es sowieso gar nicht zu.
00:10:32: Bis dann jemand sagt, wir brauchen Handpuppen mit dem Emil und Lotta!
00:10:36: Und wir machen das zu zweit.
00:10:37: Es war eine ganz lange Entwicklung und er war Freyja Kobi also sehr stark involviert bis wir wirklich dieses Endprodukt
00:10:45: dann
00:10:45: hatten.
00:10:46: und jetzt ist es wirklich so niedlich.
00:10:49: Das kann ich bestätigen, weil das war wirklich ganz toll wie die Kinder auf die Puppen reagiert haben.
00:10:55: Das war der zweite Termin den ich begleiten durfte und es war deutlich zu spüren, die kannten schon diese Puppe und zuerst waren nur eine der beiden Pupp im Raum Und dann wurde direkt gefragt, hast du denn deine Freundin nicht mitgebracht?
00:11:09: Wo ist denn die
00:11:10: Lotta?".
00:11:11: Ja und dann kam natürlich über das Spiel auch die zweite Puppe wieder in den Raum.
00:11:15: Die haben ganz toll mitgemacht... ...und hatten auch schon viele eigene Ideen!
00:11:34: Das ist eine gute Idee.
00:12:01: Was würden Sie sagen, wann hat sich so ein Kurs gelohnt?
00:12:04: Was muss das Ergebnis sein?
00:12:06: Wenn die Schülerinnen und Schüler mitmachen, wenn sie besonders auf einem Abschluss essen ... und dann so nett zurecht gemacht sind, sich umgezogen haben.
00:12:17: Und auch Fragen stellen aktiv mitmachen und auch sehr gerne das Zertifikat entgegennehmen.
00:12:22: Sie erreichen nicht alle aber es sind immer ein paar dabei wo man
00:12:27: merkt
00:12:27: die haben jetzt was mitgenommen.
00:12:29: Die Trainer und wir alle lernen unglaublich viel von den jungen Menschen.
00:12:32: und wenn ihr aus anderen Ländern kommt man unterhält sich ja wie ist es denn bei euch?
00:12:36: Wie macht man das da?
00:12:37: also es erweitert auch den Horizonten.
00:12:39: Wenn man dann das Feedback
00:12:40: bekommt
00:12:41: Sie bekommen Blumenstrau, eine Tafel Schokolade.
00:12:45: Oder ein Schüler steht auf und bedannt sich mit wenigen Worten beim Abschluss zu essen.
00:12:50: Da kriege ich jetzt schon ne Gendau.
00:12:52: Das ist sehr
00:12:53: berührend!
00:12:55: Ja
00:12:55: aber wenn ich einfach nur am Tisch sitze und als
00:12:57: erster was zu essen bekomme, habe ich angefangen... Nein.
00:13:10: Nein, Emilie, nein!
00:13:13: Wir fangen alle zusammen an und sitzen doch noch
00:13:17: beim Essen.
00:13:18: Richtig Kinder?
00:13:21: Jaaa!
00:13:22: Wie soll Werken bis auch der letzte seinen Tag vorstehen?
00:13:27: Das macht man so in den Rest.
00:13:34: Welchen Tipp würden Sie denn jungen Menschen so auf den Weg mitgeben für ein gelingendes Miteinander, beruflich wie privat?
00:13:41: Was ist aus Ihrer Sicht einfach – was ist die wichtigste Regel?
00:13:46: Also gutes Benehmen hat einen verstaubten Anstrich.
00:13:49: Für uns ist es wichtig, die drei Dinge Respekt, Achtung und Rücksicht.
00:13:55: Das sind die drei Dinge, die ein Mensch anwenden sollte, beherzigen sollte für ein gutes Miteinander privat und auch im Beruf.
00:14:04: Das ist ein super, super schönes Schlusswort.
00:14:07: Trotzdem habe ich noch eine allerletzte Frage.
00:14:10: Was hat Sie denn an diesem Ehrenamt?
00:14:13: Das ist ja ein sehr ungewöhnliches – das macht nicht jeder!
00:14:16: Was hat sie daran so besonders gereizt?
00:14:20: Zum einen meine Lebenserfahrung natürlich ein kleines bisschen weiterzugeben, jungen Menschen Tipps zu geben wie das Zusammenleben der persönliche und berufliche Erfolg ein bisschen leichter gelingt das an sie weiterzugeben und ihnen dadurch vielleicht einiges zu erleichtern, um ihre Chancen zu erhöhen.
00:14:41: Vielen lieben Dank!
00:14:46: Sehr
00:14:51: gerne!